Die richtige Wahl beginnt beim Material und setzt sich über Bauform, Bindung/Körnung und Durchmesser bis zur zulässigen Drehzahl fort. Orientieren Sie sich an den folgenden praxisnahen Zuordnungen:
- Feinsteinzeug/Keramik (sehr hart, spröde)
- Bauform: Turbo-Topfschleifer oder feinkörnige segmentierte Topfscheibe für kontrollierten Abtrag und saubere Kanten. Für Oberflächenfinish eher feine Diamantpads/Polierer.
- Bindung/Körnung: Weiche bis mittlere Bindung, um die Diamanten bei sehr harten Werkstoffen freizulegen; Körnung mittel bis fein (30/40 bis 60/80) je nach gewünschter Oberfläche.
- Kühlung: Häufig „Ohne Wasser verwenden!“ in Verbindung mit staubarmem Arbeiten und Absaughaube; nass nur mit dafür zugelassenen Maschinen („Nur nass verwenden“).
- Durchmesser/Drehzahl: Ø115 mm (bis ca. 13.300 U/min), Ø125 mm (bis ca. 12.200 U/min). Immer die nmax-Angabe der Scheibe beachten.
- Naturstein (Granit/Schiefer hart; Marmor/Kalkstein weicher)
- Bauform: Zweireihiger Topfschleifer für ruhigen Lauf und gutes Schliffbild; bei hohem Abtrag Turbo-Topf.
- Bindung/Körnung: Für Granit eher weichere Bindung; für Marmor/Kalkstein härtere Bindung, um vorzeitigem Verschleiß vorzubeugen. Körnung 30/40 (Vorschliff) bis 60/80 (Feinschliff).
- Kühlung: Trocken mit „Ohne Wasser verwenden!“ plus Absaugung; bei heiklen Oberflächen kann Nassschliff („Nur nass verwenden“) Kantenabplatzungen minimieren – nur mit nassen Systemen sicher.
- Durchmesser/Drehzahl: Ø115/125 mm an Winkelschleifer; Ø180 mm (bis ca. 8.500 U/min) an leistungsstarken Geräten/Fußbodenschleifern.
- Beton/Estrich (abrasiv, mineralisch)
- Bauform: Segmentierter Topfschleifer für kühlen Lauf, gute Staubabfuhr und hohe Flächenleistung. Für Sanierungen an Böden auf Bodenschleifer mit Ø180 mm oder größer setzen.
- Bindung/Körnung: Härtere Bindung für abrasive Baustoffe, um die Standzeit zu erhöhen; Körnung grob bis mittel (16/20 bis 30/40) für schnellen Abtrag.
- Kühlung: Trocken „Ohne Wasser verwenden!“ mit H-/HEPA-Absaugung. Wasser nur mit Nassinfrastruktur.
- Durchmesser/Drehzahl: Ø125 mm universell; Ø180 mm für Flächenleistung. Immer Geräte- und Scheibenfreigaben prüfen.
- Kleber-, Spachtel- und Epoxi-Reste
- Bauform: PCD-bestückte Schleifteller (Polycrystalline Diamond) oder sehr offen segmentierte Topfschleifer für Beschichtungen. PCD ist erste Wahl bei Epoxidharz/2K-Beschichtungen.
- Bindung/Körnung: PCD-Schaber statt klassischer Körnung; bei mineralischen Spachtelmassen grobe Körnungen (16/20–30/40) in harter Bindung.
- Kühlung: Trocken „Ohne Wasser verwenden!“; die Absaughaube ist Pflicht, da Staub- und Partikelemissionen hoch sind.
- Durchmesser/Drehzahl: Ø125/180 mm je nach Fläche und Maschine.
- Kantenbearbeitung/Anfasen an Feinsteinzeug/Naturstein
- Bauform: Fein segmentierte oder turboartige Topfscheiben; für saubere Fasen ggf. spezielle Fasenfräser.
- Bindung/Körnung: Mittel bis fein (30/40–60/80) für kontrolliertes Arbeiten.
Bauformen im Überblick:
- Einreihiger Topfschleifer: Sehr aggressiv, hohe Abtragsleistung, tendenziell raueres Schliffbild. Ideal für schnellen Vorschliff/Abtrag.
- Zweireihiger Topfschleifer: Ruhiger Lauf, gute Führung, ausgewogenes Schliffbild – universell für Wand und Boden.
- Turbo-Topf: Kontinuierliche, schrägprofilierte Segmente für schnellen, gleichzeitig relativ glatten Schliff und gute Kühlung.
- Segmentiert (breite Zwischenräume): Kühl, staubabführend, ideal für abrasive Werkstoffe und Flächenleistung.
Bindung/Körnung richtig kombinieren:
- Harte Materialien (Feinsteinzeug, Granit): Eher weichere Bindung, damit stumpfe Diamanten freibrechen. Körnung mittel/fein.
- Weiche/abrasive Materialien (Estrich, junger Beton): Härtere Bindung gegen schnellen Verschleiß. Körnung grob/mittel.
- Grobe Körnung (16/20–30/40): Schneller Abtrag, rauere Oberfläche.
- Feinere Körnung (60/80): Glatteres Ergebnis, langsamerer Abtrag.
Durchmesser und Drehzahl:
- Ø115 mm: kompakt, präzise, typische nmax bis 13.300 U/min.
- Ø125 mm: universell, typische nmax bis 12.200 U/min.
- Ø180 mm: hohe Flächenleistung, typische nmax bis 8.500 U/min.
Wichtig: Immer nmax auf der Scheibe/Maschine beachten. Die max. Umfangsgeschwindigkeit darf nie überschritten werden. Bei Bodenschleifern sind die Drehzahlen oft niedriger – freigegebene Kombinationen verwenden.
Nass vs. Trocken – klar gekennzeichnet:
- „Nur nass verwenden“: Nur mit dafür ausgelegten Nass-Systemen betreiben (z. B. Bodenschleifer/Wandschleifer mit Wasserzufuhr, FI-Schutz). Elektrische Hand-Winkelschleifer ohne Nassschutz dürfen nicht mit Wasser gefahren werden.
- „Ohne Wasser verwenden!“: Trockene Anwendung mit wirksamer Absaugung und staubarmer Arbeitsweise. Achten Sie auf passende Absaughauben und Filterklasse.
Produkt- und Anwendungsunterstützung:
- Nutzen Sie Produktseiten mit „Produktvideo verfügbar“ sowie Hinweise wie „Nur nass verwenden“/„Ohne Wasser verwenden!“. In der Kategorie „Werkzeuge Made in Germany“ finden Sie präzise, langlebige Lösungen für den Dauereinsatz.
Sicherheit und Staubmanagement nach BG-Bau-Hinweisen
Sicherheits-Check vor jedem Start:
- Schutzhaube: Unversehrt, korrekt positioniert und geschlossen.
- Flansch/Spannmutter: Sauber, plan aufliegend, fest angezogen; Aufnahmenmaß (i. d. R. 22,23 mm) passend.
- Laufrichtung: Pfeil auf der Scheibe = Drehrichtung der Maschine.
- Sichtprüfung: Keine Risse, Ausbrüche oder lose Segmente. Scheibe mit Handschuhen montieren, kurze Leerlaufprobe.
- PSA: Schutzbrille/Visier, Gehörschutz, schnittfeste Handschuhe, Sicherheitsschuhe. Bei Staubentwicklung FFP3-Maske.
- Elektrik: Gerät ohne Beschädigung, Kabelschutz, Stecker/FI. Für Nasssysteme nur dafür zugelassene Maschinen nutzen.
Staubminimierung – praktisch und regelkonform:
- Absaughaube: Geschlossene, zum Scheibendurchmesser passende Haube verwenden. Bei Kantenbearbeitung auf bürstenbesetzte Lippen achten.
- Saugerklasse: H-/HEPA-Absaugung (HEPA H13/H14) für quarzhaltige mineralische Stäube; automatische Filterabreinigung erhöht die Dauerleistung.
- Schlauchführung: Knickfrei, ausreichend dimensioniert, antistatisch. Erdung/leitfähige Komponenten gegen elektrostatische Aufladung.
- Arbeitsweise: Staubquelle kapseln, kurze Arbeitsintervalle, regelmäßiges Entleeren im geschlossenen System. Umgebung schützen, Dritte fernhalten.
- BG-Bau-Hinweise: Bevorzugen Sie staubarme Verfahren, setzen Sie geprüfte Absaugsysteme ein und dokumentieren Sie die Maßnahmen – das senkt Gesundheitsrisiken und kann förderrelevant sein.
Ergonomie im Dauereinsatz:
- Werkzeugwahl: Leistungsstarker Winkelschleifer mit variabler Drehzahl und Anti-Vibrationsgriff reduziert Ermüdung.
- Haltung/Ansatz: Beidhändig, Oberkörper nah am Werk, leicht versetzter Stand. Flächig ansetzen, nicht verkanten.
- Druck/Drehzahl: Mit moderatem Vorschub arbeiten, die Diamanten schneiden lassen. Zu hoher Druck führt zu Hitze, Glanz (Verglasung) und höherem Verschleiß.
- Pausen: Kurze Kühlpausen verlängern die Standzeit, besonders bei feineren Körnungen und harten Materialien.
Standzeit maximieren und Wirtschaftlichkeit im Blick
Richtig anfahren:
- Einlaufen: Neue Scheiben auf einem abrasiven Material (z. B. weicher Kalksandstein/Schleifstein) kurz „öffnen“, damit frische Diamanten freigelegt werden, bevor Sie hartes Feinsteinzeug bearbeiten.
- Konstante Führung: Gleichmäßige, überlappende Bahnen statt punktuelles Drücken. Wandernde Bewegung verhindert lokale Überhitzung.
Überhitzung vermeiden:
- Kühlung: Trockene Anwendung nur mit aktiver Absaugung und ausreichender Luftzufuhr. Bei langen Arbeitsgängen intermittieren.
- Umfangsgeschwindigkeit: Nenn-Drehzahl der Maschine nutzen, keine unzulässigen Drehzahlen. Bei großem Ø180 mm eher niedriger drehen, sofern freigegeben.
Nicht verkanten:
- Kontaktwinkel flach halten (Topfschleifer meist 10–15°), Kantenanrisse vermeiden. Beim Übergang von hart zu weich den Vorschub reduzieren.
Scheibe abziehen bei Verglasung:
- Symptome: Glänzendes Segment, nachlassender Abtrag, steigende Temperatur.
- Maßnahme: Auf abrasiver Unterlage (z. B. Siliziumkarbid-Schleifstein, Porenbeton, weicher Sandstein) kurz abziehen, bis der Mattgrad zurück ist.
- Prävention: Passende Bindung wählen; bei sehr harten Materialien eher weichere Bindung einsetzen.
Wechsel rechtzeitig planen:
- Wenn Sie den Arbeitsdruck stetig erhöhen müssen oder Blauanlaufspuren sehen, ist der Wechsel fällig. Arbeiten Sie nicht bis zum vollständigen Segmentverschleiß – das gefährdet Sicherheit und Bauteil.
Wirtschaftlichkeit berechnen – Kosten pro Quadratmeter:
- Grundformel: Werkzeugkosten pro m² = (Scheibenpreis + anteilige Verschleiß-/Nebenzeiten) / bearbeitete m².
- Praxisbeispiel: Premium-Topfscheibe 80 € mit 50 m² Reichweite ≈ 1,60 €/m². Günstige Scheibe 40 € mit 10 m² Reichweite ≈ 4,00 €/m².
- Zeitfaktor: Höhere Abtragsleistung und ruhiger Lauf sparen Maschinen- und Arbeitszeit. Berücksichtigen Sie auch Staubmanagement (Absaugung), das Reinigungszeit und Gesundheitsrisiken reduziert.
- Tipp: Führen Sie für wiederkehrende Anwendungen eine kurze Projektliste (Material, Scheibe, m², Zeit, Kosten). So finden Sie Ihren optimalen „Sweet Spot“ aus Standzeit und Geschwindigkeit.
Kompatibilität, „Made in Germany“-Vorteile und Service bei KARL DAHM
Maschinen-Kompatibilität:
- Winkelschleifer: Übliche Aufnahme 22,23 mm, Ø115/125 mm sind Standard im Ausbau; Ø180 mm für höhere Flächenleistung. Achten Sie auf Schutzhaubenfreigabe je Durchmesser.
- Bodenschleifer/Bodenfräsen: Nutzen spezielle Adapter und niedrigere Drehzahlen; Scheiben/Segmente müssen für die Maschine freigegeben sein. Für großflächige Kleber-/Estrichsanierung lohnen segmentierte oder PCD-bestückte Teller.
- Drehzahlabgleich: Variable Drehzahl hilft, Vibrationen zu minimieren und die Standzeit zu erhöhen – setzen Sie die Drehzahl so hoch wie freigegeben, aber materialgerecht.
„Made in Germany“ – messbare Mehrwerte:
- Präzision und Laufruhe: Exakte Segmentierung und ausgewuchtete Träger minimieren Vibrationen und Kantenabrisse.
- Langlebigkeit und Sicherheit: Hohe Fertigungs- und Sicherheitsstandards, robuste Bindungen, klare Kennzeichnungen („Nur nass verwenden“/„Ohne Wasser verwenden!“).
- Servicefähigkeit: Kurze Lieferketten, stabile Preise sowie Reparatur-/Ersatzteilservice steigern die Einsatzbereitschaft Ihrer Geräteflotte.
Praxisunterstützung und Medien:
- Viele Artikel sind mit Badges wie „Produktvideo verfügbar“, „Made in Germany“ oder Anwendungshinweisen versehen. Nutzen Sie Videos für Handhabung, Staubmanagement und Sicherheit.
- Wissen aus der Praxis: In der KARL DAHM Akademie des Handwerks erhalten Teams kompakte Seminare zu Werkzeugwahl, Materialkunde und Arbeitssicherheit.
Einkauf und Logistik – auf den Profi-Alltag zugeschnitten:
- Bestellwege: Online-Shop, Telefon, Fax, E-Mail, Post, WhatsApp oder Abholung vor Ort – ganz wie es in Ihren Ablauf passt.
- Lieferung: In der Regel 2–3 Werktage mit Sendungsverfolgung, weltweiter Versand, niedrige Frachtkosten, kein Mindestbestellwert. Änderungen/Stornierungen sind bis zum Versand möglich.
- Zahlung: Kreditkarte, PayPal, Vorkasse oder auf Rechnung. Reklamationen im Garantiezeitraum werden durch Reparatur, Austausch oder Rückerstattung gelöst.
- Transparenz: Katalog, Newsletter und Social-Media-Infos halten Ihr Team auf Stand. Die aktuelle Käuferschutz-Bewertung liegt bei 4,79 „Sehr gut“.
- Beratung: Persönliche, anwendungsnahe Empfehlung für Material, Bauform, Bindung/Körnung und geeignete Absaugung – besonders wichtig bei Epoxi-/Kleber-Sanierungen und Feinsteinzeugkanten.
Händlerkonditionen und Aktionen:
- Flexible Konditionen für größere Abnahmen/Händler helfen, Flotten- und Projektkosten zu senken.
- Aktuelle Aktion: Zu jeder Bestellung erhalten Sie ein Gratis-Cuttermesser. Ab 250 € netto gibt es zusätzlich eine KARL-DAHM-Diamantscheibe Ø115 – ideal, um Ihr Setup für den nächsten Auftrag abzurunden.
- Tipp für den Einkauf: Bündeln Sie Diamant-Schleifscheiben nach Materialklassen (z. B. „Feinsteinzeug fein“, „Beton grob“, „PCD Beschichtungen“) und sichern Sie sich Vorräte für bevorstehende Projekte – so minimieren Sie Stillzeiten.
Kontakt und Standort:
- KARL DAHM & Partner GmbH, Ludwigstraße 5, 83358 Seebruck. Für Rückfragen erreichen Sie uns über alle o. g. Kanäle – inklusive kompetenter Live-Beratung.
- Vor Ort finden Sie eine große Auswahl an Fliesen- und Bauwerkzeugen, darunter Diamantwerkzeuge, Mess-/Lasertechnik, Arbeitskleidung/Arbeitsschutz sowie „Werkzeuge Made in Germany“.
Fazit für Profis: Wenn Sie Material, Bauform, Bindung und Durchmesser konsequent nach Einsatzfall wählen, Staub und Sicherheit nach BG-Bau organisieren und Standzeit aktiv managen, sinken Ihre Kosten pro m² spürbar. Mit präzisen, langlebigen Lösungen – gerne „Made in Germany“ – und verlässlicher Logistik ist Ihr Team für Feinsteinzeug, Naturstein, Beton/Estrich sowie Kleber-/Epoxi-Sanierungen optimal aufgestellt. Nutzen Sie Beratung, Produktvideos und die aktuelle Aktion, um das passende Schleif-Setup für Ihren nächsten Auftrag jetzt sicherzustellen.
