Perfekte Ebenheit beginnt mit der systematischen Untergrundprüfung. Stellen Sie sicher, dass:
- Ebenheitstoleranzen des Regelwerks eingehalten sind (ggf. spachteln/ausgleichen).
- Der Untergrund tragfähig, sauber und frei von Trennmitteln ist.
- Feuchtebelastung, Rissrisiken und Lastfälle geklärt sind (Entkopplungssysteme nach Bedarf).
- Der Verlegeplan mit Fugenbild, Laufrichtung, Türanschlüssen und Schnittbereichen feststeht.
Wählen Sie die Levelmac-Komponenten passend zum Projekt:
- Gewindelaschen: Variante entsprechend der Plattenstärke und dem Systemhinweis des Herstellers wählen. Für dünne großformatige Feinsteinzeugplatten werden andere Laschen als für stärkere Natursteinplatten benötigt. Die Fugenbreite bestimmen Sie über separate Abstandhalter/Fliesenkreuze; die Lasche selbst nivelliert, definiert aber nicht zwingend den Fugenabstand.
- Kappen: Universell passend zu den Levelmac-Gewindelaschen. Ziehen Sie die Kappen handfest an – das System arbeitet über kraftschlüssiges, vertikales Ausrichten, nicht über extremes Vorspannen. Nutzen Sie bei empfindlichen Oberflächen Schonauflagen.
- Rand-, T- und Kreuzstöße: Planen Sie die Setzpunkte vorab. Als Richtwert hat sich eine Laschen-Teilung von 20–30 cm entlang der Kanten bewährt. An Knotenpunkten werden Laschen symmetrisch angeordnet, um Zugkräfte gleichmäßig zu verteilen.
- Werkzeugauswahl für das Großformat: Präziser Zuschnitt und bohr-/schleiftechnische Nacharbeit sind entscheidend. Aus dem KARL DAHM Sortiment empfehlen sich:
- High-Line- und Großformatschneider für saubere Schnitte auch bei langen Diagonalen.
- MATRIXTEC-Diamantbohrkronen für Nass- oder Trockeneinsatz – beachten Sie die Piktogramme „Nur nass verwenden“ bzw. „Ohne Wasser verwenden!“ auf den Produktseiten.
- iQ426HEPA für staubarmes Trennen/Schleifen und saubere Baustellenluft.
- Zusätzlich sinnvoll: Rührwerke (z. B. Collomix), Mess- und Lasertechnik, Fugenschneider sowie das Tile-Protector-Set für Kantenschutz und schonendes Handling.
Hinweis auf Sicherheit und Information: Prüfen Sie die BG-Bau-Hinweise zu Staubvermeidung, PSA (Handschuhe, Schutzbrille, Gehörschutz), Trage- und Hebetechniken für Großformate. Produktvideos im KARL DAHM Onlineshop zeigen die Anwendungsschritte des Levelmac-Systems in der Praxis – ideal für die Einweisung Ihres Teams.
2. Anwendung in der Praxis: Schritt-für-Schritt und Anordnung an Stößen
Schritt 1 – Ansetzen und Kleberauftrag
- Verlegeachse markieren, Referenzreihe trocken einlegen und Fugenbild prüfen.
- Kleber gemäß Herstellerangabe anmischen (Konsistenz kontrollieren, Topfzeit beachten).
- Buttering-Floating: Untergrund und Plattenrückseite mit passender Zahnung vollflächig benetzen, um Hohllagen zu vermeiden.
Schritt 2 – Setzen der ersten Platten und Levelmac-Positionierung
- Erste Platte exakt in die Achse legen und anklopfen.
- Gewindelaschen an der Kante unter die frische Platte schieben. Abstand typischerweise alle 20–30 cm, jeweils mit gleichmäßiger Randdistanz.
- Nächste Platte ansetzen, auf Fugenbreite achten (Abstandhalter setzen), bündig einziehen.
- Kappen auf die Levelmac-Gewindelaschen setzen und handfest anziehen. Nur so stark drehen, dass beide Plattenkanten bündig stehen; Überziehen vermeiden.
Schritt 3 – Anordnung nach Stoßart
- Randstoß (Außenkante): Entlang der freien Außenkante Laschen in 20–30 cm Teilung. Achten Sie auf Kantenschutz, insbesondere bei geschnittenen Kanten.
- T-Stoß: Zwei Laschen entlang der Querplatte direkt am T-Anschluss, zusätzlich eine Lasche auf der durchlaufenden Kante zur Verteilung der Kräfte.
- Kreuzstoß: Je ein Laschenpaar an allen vier Seiten rund um den Knoten, damit die Ebenheit aus allen Richtungen stabilisiert wird. Kreuzstöße mit dem Laser kontrollieren.
Schritt 4 – Fortlaufende Verlegung und Nachjustage
- Abschnittsweise arbeiten und regelmäßig mit Richtlatte/Laser prüfen.
- Kappen nach 5–10 Minuten, wenn der Kleber leicht angezogen hat, final nachjustieren. Nie „mit Gewalt“: Der Kleberfilm darf nicht ausgedrückt werden.
- Schonauflagen unter Kappen nutzen, wenn die Oberfläche heikel ist (polierte/strukturierte Feinsteinzeugoberflächen).
Schritt 5 – Entfernen des Systems
- Nach Erhärten des Klebers Kappen abschrauben.
- Laschenfüße in Fugenrichtung mit Gummihammer oder gezieltem Fußtritt an der Sollbruchstelle trennen.
- Kappen reinigen und für den nächsten Einsatz bereitstellen (Zustand prüfen, Verschleißteile rechtzeitig ersetzen).
3. Typische Fehlerbilder vermeiden: Überziehen, Hohllagen, Fugenversatz – plus Praxistipps
- Überziehen mit der Kappe
- Symptom: Anpressdruck ist zu hoch, Kleberfilm wird weggedrückt; Kanten „kanten“, Hohllagen entstehen.
- Abhilfe: Nur handfest bis bündig anziehen. Nachjustieren erst, wenn der Kleber leicht angezogen hat. Kontrollieren Sie den Kontakt über die Richtlatte.
- Hohllagen unter Großformaten
- Symptom: Dröhnende Stellen, reduzierte Lastaufnahme.
- Abhilfe: Buttering-Floating konsequent, Zahnung auf Plattenformat abstimmen, frisch in frisch arbeiten, Verklebungsgrad regelmäßig prüfen (z. B. durch Anheben einer Probeplatte).
- Fugenversatz und Kreuzungsfehler
- Symptom: Unsaubere Fugenflucht, „wandernde“ Fuge.
- Abhilfe: Verlegeachsen sauber anreißen, Kreuz- und T-Stöße mit Lasern kontrollieren, Fugenabstandhalter konsequent einsetzen, Levelmac-Laschen symmetrisch setzen.
Praxistipps für Kantenschutz und Handling
- Tile-Protector-Set: Verhindert Ausbrüche an Kanten beim Heben, Schieben und Setzen. Nutzen Sie Gleiter/Schonauflagen auf der Plattenoberfläche und Kantenschutzelemente an den Flanken.
- Hebe- und Transporttechnik: Bei XXL-Feinsteinzeug mit Saughebern und Tragsystemen arbeiten; Platten stets zu zweit bewegen. Kanten niemals punktuell belasten.
- Staubarmes Arbeiten: iQ426HEPA an Trenn- und Schleifvorgängen verwenden; auf BG-Bau-konforme Staubminderung achten.
- Zuschnitt/Bohrung: High-Line- und Großformatschneider für Maßhaltigkeit; MATRIXTEC-Bohrkronen mit korrekter Drehzahl, Vorschub und Kühlung. Piktogramme auf den Werkzeugen beachten: „Nur nass verwenden“ für nasse Applikation bzw. „Ohne Wasser verwenden!“ bei trockenen Schnitten.
- Qualitätssicherung: Nach jeder Reihe Ebenheit, Fugenbild und Hohllagen checken; Abweichungen sofort korrigieren, statt „mitziehen“ zu wollen.
4. Verbrauchskalkulation, Stücklisten-Vorlage, Packgrößenvergleich und Bestell-Checkliste
Richtwerte für den Laschenverbrauch
- 60 × 60 cm: ca. 10–14 Levelmac-Gewindelaschen pro m²
- 120 × 60 cm: ca. 7–10 Levelmac-Gewindelaschen pro m²
- 120 × 120 cm: ca. 8–12 Levelmac-Gewindelaschen pro m²
Hinweis: Der tatsächliche Bedarf hängt von Teilung (20–30 cm), Fugenbild, Raumzuschnitten und Randbereichen ab. Planen Sie 10–15 % Reserve ein. Pro Lasche wird eine Kappe benötigt; Kappen können in der Regel mehrfach verwendet werden (Zustand vor Wiederverwendung prüfen).
Stücklisten-Vorlage (zum Ausfüllen)
- Projekt/Objekt:
- Fläche gesamt (m²):
- Plattenformat/Materialstärke:
- Geplante Laschen-Teilung (cm):
- Richtwert Laschen pro m²:
- Errechnete Laschen gesamt = Fläche × Richtwert × 1,10 (Reserve):
- Kappen gesamt (bei Einmalverlegung parallel): entspricht Laschen gesamt; bei wiederholter Nutzung genügt ggf. ein Satz pro Team.
- Abstandhalter/Fugenkreuze (Format/Fugenbreite):
- Schonauflagen/Kantenschutz: Tile-Protector-Set (Anzahl Sets):
- Werkzeuge: High-Line-/Großformatschneider, MATRIXTEC-Bohrkronen (Nass/Trocken), iQ426HEPA, Rührwerk, Laser.
- Verbrauchsmaterial: Fliesenkleber, Nivelliermasse, Dichtstoffe, Schutzfolien.
- Sicherheit: PSA, BG-Bau-Hinweise berücksichtigt (Staub, Heben/Tragen, Lärm).
Packgrößenvergleich und Kostenüberblick
- Levelmac-Gewindelaschen 2.500er-Paket: 2.500 St. für 237,88 € ≈ 0,10 €/St.
- Levelmac-Gewindelaschen 10.000er-Paket: 10.000 St. für 831,81 € ≈ 0,08 €/St.
Praxisnutzen: Bei 120 × 60 cm (7–10 Laschen/m²) deckt ein 2.500er-Paket grob 250–350 m² ab, ein 10.000er-Paket etwa 1.000–1.400 m². Für Projekte mit hohem Durchsatz ist das 10.000er-Paket wirtschaftlicher und reduziert Nachbestellungen.
Bestell-Checkliste für Profis
- Komponenten
- Levelmac-Gewindelaschen (Paketgröße wählen)
- Levelmac-Kappen (Anzahl je Team/Abschnitt)
- Abstandhalter/Fugenkreuze (Fugenbreite)
- Tile-Protector-Set, Schonauflagen, Kantenschutz
- Werkzeuge & Zubehör
- High-Line-/Großformatschneider
- MATRIXTEC-Diamantbohrkronen (Nass/Trocken-Piktogramme beachten)
- iQ426HEPA für staubarmes Arbeiten
- Rührwerk, Mess- und Lasertechnik, Fugenschneider
- Service und Informationen
- Produktvideos zur Anwendung ansehen
- BG-Bau-Hinweise berücksichtigen (Staub, PSA, Transport)
- Beratung nutzen: telefonische/persönliche Fachberatung, flexible Konditionen bei größeren Abnahmen oder für Händler
- Bestellung & Lieferung
- Keine Mindestbestellmenge, niedrige Frachtkosten
- Lieferzeit i. d. R. 2–3 Werktage inkl. Sendungsverfolgung
- Bestellwege: Onlineshop, Telefon, Fax, E-Mail, Post, WhatsApp oder Abholung im Ladengeschäft in Seebruck
- Änderungen/Stornierungen vor Versand möglich
- Zahlarten: Kreditkarte, PayPal, Vorkasse, Rechnung
- Reklamationen im Garantiezeitraum: Reparatur, Austausch oder Rückerstattung
- Aktionsvorteile
- Zu jeder Bestellung: Gratis-Cuttermesser
- Ab 250 € netto: kostenlose KARL-DAHM-Diamantscheibe (Ø 115) – zeitlich und mengenmäßig begrenzte Aktion, online und vor Ort
Warum KARL DAHM
- Über 65 Jahre Branchenkompetenz, qualitätsgeprüftes Sortiment und eigene Entwicklungen/Innovationen (z. B. Superknacker, Waschset Express, Fliesenhexe).
- Viele Werkzeuge „Made in Germany“ mit Fokus auf Präzision, Sicherheit, Ergonomie, Langlebigkeit und kurze Lieferketten; Reparatur- und Ersatzteilservice inklusive.
- Hohe Kundenzufriedenheit (Käuferschutz-Bewertung 4,79 „Sehr gut“) und umfangreicher Wissenstransfer über Produktvideos, Newsletter und die Akademie des Handwerks.
Mit der richtigen Vorbereitung, dem passenden Levelmac-Nivelliersystem und den abgestimmten Werkzeugen aus dem KARL DAHM Sortiment realisieren Sie planebene Großformatflächen effizient, sicher und wirtschaftlich – vom ersten Anriss bis zur letzten Kreuzfuge.
