Wer große Formate eben, schnell und wirtschaftlich verlegt, setzt auf ein zuverlässiges Nivelliersystem. Levelmac von KARL DAHM arbeitet mit robusten Gewindelaschen und wiederverwendbaren Drehkappen; alternativ stehen Keilsysteme mit Zange zur Verfügung. Entscheidend ist die richtige Kombination aus Lasche, Kappe/Keil und Vorgehensweise.
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Laschen richtig wählen
- Fugenbreite: Die Lasche definiert die Fuge. Wählen Sie je nach Projekt z. B. 1,0 mm, 1,5 mm oder 2,0 mm (weitere Varianten möglich).
- Fliesenstärke: Achten Sie auf die für Ihre Fliesenstärke passende Laschenausführung (je nach Produktvariante). Zu dünn gewählte Laschen können unter Last zu früh brechen; zu hoch gewählte sitzen nicht sauber im Kleberbett.
- Anwendungsbereich: Für stark beanspruchte Kanten oder Naturstein empfiehlt sich eine robuste Laschengeometrie mit stabiler Sollbruchstelle.
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Drehkappen oder Keile?
- Drehkappen (Levelmac): Schnell, präzise, werkzeuglos. Die Kappen sind vielfach wiederverwendbar und erlauben dosiertes Anziehen über das Gewinde.
- Keile: In Kombination mit Zange besonders bei Serienverlegung beliebt. Ebenfalls wiederverwendbar, die Clips/Laschen werden nach dem Aushärten abgetrennt.
- Tipp: Bleiben Sie innerhalb eines Systems – Gewindelaschen zu Drehkappen, Keillaschen zu Keilen – für reproduzierbare Ergebnisse.
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Passendes Umfeld-Werkzeug
- Schneiden: Für sauberes Ritzen und Brechen keramischer Großformate eignen sich High-Line Fliesenschneider; für Naturstein und besonders harte Materialien Steintrennmaschinen (z. B. Super Cut, D14/D15, D20). Beachten Sie Hinweise wie „Nur nass verwenden“ oder „Ohne Wasser verwenden!“ und wählen Sie passende Diamantwerkzeuge (z. B. MATRIXTEC-Bohrkronen).
- Staubarm arbeiten: Setzen Sie auf leistungsstarke Absaugung (z. B. iQ426HEPA) und BG-Bau-konforme Absaughauben – beim Schneiden, Ritzen, Mischen und Nacharbeiten.
- Oberflächenschutz: Mit Tile-Protector-Set schützen Sie empfindliche Oberflächen beim Begehen, Transportieren und Anziehen der Kappen.
- Sicherheit und Ergonomie: Knieschoner, Handschuhe, saubere Sichtlinien (Laser/Metalllineale), rutschfeste Schuhe – für Workflow und Gesundheit.
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Untergrund und Kleber
- Ebenheit prüfen (z. B. nach DIN 18202) und grobe Unebenheiten vorab spachteln. Ein Nivelliersystem ersetzt keine Grundebnung, es minimiert Überzähne (Lippage) an der Oberfläche.
- Geeigneten Kleber (Offenzeit, Saugverhalten, Großformatfreigabe) wählen. Back-Buttering bei dichten Feinsteinzeugplatten ist Pflicht.
Schritt-für-Schritt: Setztechnik und Fehlervermeidung
So erzielen Sie reproduzierbar plane Ergebnisse – auch an Rändern, Durchgängen und Übergängen:
1) Vorbereiten
- Fläche einteilen, Referenzachsen anreißen, Fliesen vorselektieren (Farb-/Kaliberstreuung).
- Material bereitstellen: Genügend Laschen sortiert nach Fugenbreite, Drehkappen/Keile, Abstandskeile für Randfugen, Gummihammer, Zange (bei Keilsystemen), Reinigungseimer/Waschset.
2) Kleberauftrag
- Mit der passenden Zahnung gleichmäßig kämmen; bei dichten Platten zusätzlich Rückseitenbutterung.
- Frisch in frisch arbeiten, Kleberrippen in eine Richtung ausrichten.
3) Laschen setzen
- Laschen unter die Kanten der bereits liegenden Platte schieben. Abstand zu Ecken: etwa 5–8 cm.
- Pro kurze Kante i. d. R. 2 Laschen, pro lange Kante 3–4 Laschen; bei sehr großen Formaten ggf. zusätzliche Laschen mittig ergänzen.
4) Platte einlegen und nivellieren
- Nachbarplatte ins Bett setzen, leicht einschieben, flächig andrücken.
- Drehkappe aufsetzen und per Hand anziehen, bis beide Plattenkanten fluchten. Bei Keilsystemen Keil mit Zange moderat vorschieben.
- Nicht überdrehen: Das Ziel ist plan, nicht maximal fest. Zu hohe Vorspannung kann Laschen vorzeitig schwächen.
5) Fortlaufende Kontrolle
- Regelmäßig mit Richtlatte und Lichtschatten prüfen. Überstände sofort korrigieren.
- Kleber aus den Fugen entfernen, damit die Sollbruchstelle später frei ist.
6) Ränder, Übergänge, Einbauten
- Randbereiche: Laschen so setzen, dass die Sollbruchstelle frei in der Fuge liegt; bei Anschlussfugen Abstandskeile verwenden.
- Übergänge/Profilabschlüsse: Drehmoment reduzieren, ggf. mit Schutzpads arbeiten, um Profile nicht zu deformieren.
- Gefällezonen (Dusche): Raster kleiner wählen, Anzugskräfte gleichmäßig verteilen, damit das geplante Gefälle erhalten bleibt.
7) Aushärten und Abtrennen
- Nach Erhärten des Klebers Laschen in Fugenrichtung mit einem gezielten Schlag abtrennen (Gummihammer). Nicht quer zur Fuge schlagen, um Abplatzungen zu vermeiden.
- Kappen/Keile einsammeln, reinigen und für den nächsten Einsatz bereitstellen.
Typische Fehler und wie Sie sie vermeiden:
- Hohllagen: Kleber vollflächig aufkämmen, Platten einschieben statt nur „auflegen“.
- Falsch platzierte Laschen: Nicht zu nah an die Ecke (Bruchrisiko), nicht in Kleber ertränken (Sollbruchstelle freihalten).
- Überkompensation: Nivelliersysteme gleichen Überzähne aus, nicht großflächige Unebenheiten. Grobe Toleranzen vorher spachteln.
- Staub und Schmutz: Arbeitsbereich sauber halten; Staub mindert Haftzugwerte und Sichtkontrolle.
Verbrauchsplanung, Paketgrößen und ROI in der Praxis
Planungssicherheit beginnt mit realistischen Verbrauchswerten. Folgende Praxiswerte dienen als Startpunkt (gerader Verband, Fugenbreite 2 mm, Standardrandanteil):
- 60 × 60 cm: ca. 11–15 Laschen/m²
- 80 × 80 cm: ca. 9–12 Laschen/m²
- 120 × 60 cm: ca. 7–10 Laschen/m²
- 120 × 120 cm: ca. 5–7 Laschen/m²
Einflussfaktoren:
- Mehr Laschen bei dünnen Platten, unruhigen Untergründen, diagonalen Verbänden oder Gefällezonen.
- Weniger Laschen bei kleinteiligen Flächen mit hohem Randanteil sind selten – Ränder benötigen eher zusätzliche Fixierung.
Beispielrechnungen (Laschenpreis ca. 0,08–0,10 € je Stück; Levelmac-Gewindelaschen als 2.500er bzw. 10.000er Paket verfügbar):
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Projekt A: 40 m², 120 × 60 cm, 2 mm Fuge
- Ansatz: 8 Laschen/m² → 320 Laschen gesamt
- Materialkosten Laschen: 25,60–32,00 €
- Empfehlung: 1 × 2.500er Paket bevorraten; Rest bleibt für das nächste Projekt.
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Projekt B: 100 m², 60 × 60 cm, 2 mm Fuge
- Ansatz: 12 Laschen/m² → 1.200 Laschen gesamt
- Materialkosten Laschen: 96,00–120,00 €
- Empfehlung: 1 × 2.500er Paket (Preisvorteil je Stück) statt einzelner Kleinmengen.
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Projekt C: 200 m², 120 × 120 cm, 2 mm Fuge
- Ansatz: 6 Laschen/m² → 1.200 Laschen gesamt
- Materialkosten Laschen: 96,00–120,00 €
- Empfehlung: Größeres Paket (2.500/10.000) zur Sicherstellung unterbrechungsfreier Verlegung.
Zeit-/Kostenvergleich gegenüber herkömmlicher Ausgleichsarbeit:
- Annahme: Nivelliersystem spart im Schnitt 2–4 Minuten Nacharbeit pro m² (Ausrichten, Nachklopfen, spätere Korrekturen/Schleifen entfallen).
- Stundensatz (kalkulatorisch): 55 €/h → 1 Minute entspricht ca. 0,92 €/m².
- Konservatives Beispiel: 3 Minuten Ersparnis/m² → 2,76 €/m² Zeitgewinn.
- Abzüglich Laschenkosten:
- 60 × 60 cm mit 12 Laschen/m²: 12 × 0,08–0,10 € = 0,96–1,20 €/m²
- Netto-Vorteil: 2,76 – 0,96 bis 1,20 € = 1,56–1,80 €/m²
- ROI-Betrachtung:
- Bei 100 m² Fläche: 156–180 € Netto-Zeitvorteil allein durch geringere Nacharbeit – zuzüglich Nutzen durch Qualitätssteigerung (weniger Reklamationen, schnellere Abnahme).
- Drehkappen/Keile sind wiederverwendbar und fallen nicht als Verbrauch an. Die Investition amortisiert sich i. d. R. im ersten Projekt.
Hinweis: Werte sind Richtgrößen. Untergrundqualität, Format, Verband und Teamroutine beeinflussen den tatsächlichen Verbrauch und die Zeiteffekte.
Staubarme Abläufe, Oberflächenschutz und sauberes Schneiden
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Absaugtechnik (BG-Bau-Hinweise beachten)
- Beim Schneiden, Schleifen, Mischen und Bohren Absaugung verwenden (z. B. iQ426HEPA). Filterzustand prüfen, Absaughauben einsetzen, Arbeitsbereich regelmäßig reinigen.
- Wo vorgeschrieben, Nassschnitt nutzen („Nur nass verwenden“). Trocken geeignete Werkzeuge sind entsprechend gekennzeichnet („Ohne Wasser verwenden!“).
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Sauberes Schneiden und Kantenqualität
- Ritzen-Brechen: High-Line Fliesenschneider bieten präzise Führung für großformatige Keramik.
- Nassschnitt: Für Naturstein/Feinsteinzeug in hoher Stärke Steintrennmaschinen (Super Cut, D14/D15, D20) einsetzen. Eine passende Diamantscheibe reduziert Ausbrüche und verringert Nacharbeit.
- Bohren: MATRIXTEC-Bohrkronen passend zum Material wählen; Drehzahl/Kühlung gemäß Herstellerhinweis.
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Oberflächen und Umfeld schützen
- Tile-Protector-Set unterlegen, Laufwege und Materiallagerflächen sichern.
- Schutzprofile und Abdeckvliese entlang Verkehrszonen, um Kanten und fertige Bereiche vor Beschädigungen zu bewahren.
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Arbeitsorganisation
- Verbrauchsmaterialien (Laschen) rechtzeitig bereitstellen, Kappen/Keile projektweise vorkommissionieren.
- Mit Produktvideos und Anwendungsbildern (wo verfügbar) Teambriefing vor Ort durchführen, um Bedienfehler zu minimieren.
Wartung, Wiederverwendung, 1‑Mann‑Checkliste und schnelle Beschaffung
Wartung und Wiederverwendung
- Drehkappen/Keile nach jedem Einsatz reinigen (Gewinde frei von Kleberresten halten), trocken lagern, verschlissene Teile aussortieren.
- Laschen sind Einwegartikel; korrektes Abtrennen in Fugenrichtung erhöht die Wiederverwendbarkeit der Kappen und schont Kanten.
- Zubehör (Zangen, Gummihämmer) regelmäßig prüfen; verschlissene Kontaktflächen ersetzen, um Markierungen an Fliesen zu vermeiden.
Checkliste für 1‑Mann‑Teams
- Vor dem Start:
- Fläche aufnehmen, Raster und Startachse festlegen, Werkstoff- und Kaliberprüfung.
- Untergrundtoleranzen prüfen und falls nötig spachteln.
- Levelmac-Laschen nach Fugenbreite und Plattenstärke auswählen; ausreichende Menge in Greifweite positionieren.
- Drehkappen/Keile, Abstandskeile, Schutzpads und Tile-Protector auslegen.
- Absaugung (BG-Bau-konform) und Schneidtechnik einsatzbereit machen.
- Während der Verlegung:
- In kleinen, beherrschbaren Abschnitten arbeiten (Topf-/Offenzeit beachten).
- Laschen konsistent setzen (Rand/Zwischenbereich), Kappen gleichmäßig anziehen.
- Fortlaufend Ebenheit mit Richtlatte prüfen, Fugen säubern.
- Nach dem Aushärten:
- Laschen in Fugenrichtung abtrennen, Kappen einsammeln und reinigen.
- Fläche geschützt belassen, bis die Fugenarbeit beginnt.
Schnelle Beschaffung – so sichern Sie Ihre Lieferfähigkeit
- KARL DAHM & Partner GmbH liefert in der Regel innerhalb von 2–3 Werktagen mit Sendungsverfolgung – ohne Mindestbestellwert und mit niedrigen Frachtkosten. Änderungen oder Stornierungen sind bis zum Versand möglich.
- Bestellung flexibel nach Ihren Prozessen: Onlineshop, Telefon, Fax, E‑Mail, Post oder WhatsApp. Abholung ist auch möglich: Ludwigstraße 5, 83358 Seebruck.
- Zahlungsarten: Kreditkarte, PayPal, Vorkasse oder Rechnung. Reklamationen im Garantiezeitraum werden durch Reparatur, Austausch oder Rückerstattung gelöst.
- Sortimentstiefe: Vom Levelmac-Nivelliersystem über High-Line Fliesenschneider, Steintrennmaschinen (z. B. Super Cut, D8, D14/D15, D20), Diamantwerkzeuge (MATRIXTEC), Mess-/Lasertechnik bis zu Arbeitsschutz – vieles mit „Made in Germany“-Qualität und Produktvideos.
- Vertrauen: Käuferschutz-Bewertung 4,79 „Sehr gut“ und über 65 Jahre Branchenkompetenz. Für größere Abnahmen/Händler sind persönliche Beratung und flexible Konditionen verfügbar.
Weiterbildung und Aktionen
- Vertiefung: In der „Akademie des Handwerks“ vermitteln Seminare Praxiswissen rund um Verlegetechniken, Werkzeugwahl und wirtschaftliche Abläufe – ideal für Teams, die Großformate häufiger ausführen.
- Saisonale Vorteile: Aktionsbedingt erhalten Sie zu jeder Bestellung ein Gratis-Cuttermesser; ab 250 € netto gibt es zusätzlich eine KARL-DAHM-Diamantscheibe (Ø115) kostenlos dazu – solange Vorrat reicht, online und im Ladengeschäft in Seebruck.
Fazit für Profis: Mit Levelmac erreichen Sie planebene Oberflächen auf Großformaten reproduzierbar, reduzieren Nacharbeit und steigern die Wirtschaftlichkeit. Die Kombination aus sauberer Setztechnik, realistischer Verbrauchsplanung und staubarmen Prozessen sorgt für Qualität, Tempo und ein kalkulierbares Plus im Ergebnis.
