Großformatige Fliesen ab 120×60 cm überzeugen optisch, verlangen in der Umsetzung jedoch kompromisslose Präzision. Das Levelmac-Nivelliersystem unterstützt Sie dabei, Kantenüberhöhungen zu vermeiden, das Fugenbild sauber zu führen und Flächen zügig in gleichbleibender Qualität zu erstellen. Als langjähriger Partner des Handwerks liefert KARL DAHM & Partner Ihnen dafür das abgestimmte System samt Werkzeugen, Produktvideos und Seminaren – mit kurzen Lieferzeiten, persönlicher Beratung und verlässlichem Ersatzteilservice. Im Folgenden finden Sie einen praxiserprobten Leitfaden, Auswahl- und Verbrauchstipps für Gewindelaschen und Kappen sowie Werkzeugempfehlungen inklusive relevanter BG-Bau-Hinweise.
Schritt-für-Schritt zum perfekten Ergebnis: 120×60 und größer
1) Untergrundvorbereitung
- Ebenheit prüfen und dokumentieren (Richtlatte/Lehre, Laser). Großformate verzeihen wenig – Unebenheiten vorab spachteln, schleifen oder ausgleichen.
- Tragfähigkeit und Haftung sicherstellen: Untergrund reinigen, staubfrei machen, ggf. grundieren. Systemverträgliche Produkte verwenden.
- Verlegeplan festlegen: Fugenraster, Bewegungsfugen (Rand- und Feldfugen) einplanen, Fließrichtung und Schnittbereiche definieren.
2) Zuschnitt
- Maßhaltig und ausrissarm schneiden. Für feine Längsschnitte eignet sich der High-Line-Fliesenschneider (gerade Schnitte, reproduzierbar, sauberes Anritzen und Brechen).
- Für harte Materialien und Gehrungen/Anschnitt auf Gehrung: Steintrennmaschinen wie Super Cut (Made in Germany) oder mobil D14/D20 mit passender Diamantscheibe. Hinweise „Nur nass verwenden“ bzw. „Ohne Wasser verwenden!“ beachten.
- Aussparungen/Bohrungen staubarm mit MATRIXTEC-Diamantbohrkronen, passend zum Material und Nass-/Trockeneinsatz.
3) Kleberauftrag und Bettung
- Buttering-Floating-Verfahren ist bei Großformaten Standard: Unterseite der Fliese dünn abspachteln, Bodenfläche mit passender Zahnung (z. B. 10–12 mm, objektspezifisch) im gleichen Strichbild einziehen.
- Hohllagen vermeiden: vollsatte Bettung anstreben, Fliese in das Kleberbett einschieben und mit leichtem Rütteln ausrichten. Vibrationsplatten oder Gummihammer kontrolliert einsetzen.
4) Levelmac einsetzen und Fugenbild führen
- Gewindelaschen positionieren: im Abstand von ca. 30–40 cm entlang der Kanten, jeweils 5–10 cm von der Ecke entfernt. Bei 120×60 sind pro Längsseite meist 3 Laschen, pro Kurzseite 2 sinnvoll (Richtschnur/Laserkreuz nutzen).
- Fugenbreite: Laschen in der gewünschten Stärke wählen (z. B. 1–3 mm). Die Lasche dient als Fugenhalter; bei Bedarf mit zusätzlichen Kreuz-/T-Spacern kombinieren.
- Kappen aufsetzen und handfest anziehen, bis die Oberflächen bündig sind. Nach kurzer Abbindezeit des Klebers in der Fläche (je nach Produkt) nachspannen, um Setzungen auszugleichen.
- Fortlaufender Verlegeablauf: im Verband stets von der gesetzten Fläche weg arbeiten, damit Sie in den freien Flächen stehen; Fugen regelmäßig kontrollieren, Maßabweichungen früh korrigieren.
5) Aushärten und Entfernen
- Nach Erhärten des Klebers Kappen abdrehen und die Überstände der Laschen in Fugrichtung mit einem Schlag entfernen. Kappen sind wiederverwendbar; Laschen sind Verbrauchsmaterial.
- Fugen prüfen, reinigen und gemäß Systemaufbau verfugen. Bewegungsfugen elastisch ausführen.
Gewindelaschen und Kappen: Auswahl, Verbrauch und typische Fehler vermeiden
Auswahl:
- Fliesenstärke: Gewindelaschen passend zur Materialstärke wählen, damit die Klemmkraft optimal übertragen wird und die Sollbruchstelle sauber in der Fuge bricht.
- Fugenbreite: Laschen in der gewünschten Fugenstärke (z. B. 1–3 mm) selektieren; für ein homogeneres Fugenbild durchgängig dieselbe Laschenstärke verwenden.
- Kappen: Robuste, wiederverwendbare Kappen reduzieren Folgekosten. Achten Sie auf griffiges Design für zügiges Anziehen, auch mit Handschuhen.
Praxisnahe Verbrauchsrechnung:
- Richtwert 120×60 in der Fläche: 5–7 Laschen je Fliese (entspricht ca. 12–16 Laschen/m²), abhängig von Format, Schnittanteil, Verband und Randanteilen. Für Rand-/Abschlussbereiche +10–15% Reserve einkalkulieren.
- Beispiel 1 (30 m² Wohnfläche, 120×60): 30 m² × 14 Laschen/m² = 420 Laschen + 10% Reserve ≈ 460 Laschen. Kappenanzahl = gleichzeitig gesetzte Laschen pro Bauabschnitt (Kappen sind wiederverwendbar).
- Beispiel 2 (120 m² Verkaufsfläche, 120×60): 120 m² × 14 Laschen/m² = 1.680 Laschen + 10% ≈ 1.850 Laschen.
Paketstaffeln und Kostenorientierung:
- Gewindelaschen-Levelmac im Paket z. B. 2.500 Stück für 237,88 € (~0,10 €/St.) oder 10.000 Stück für 831,81 € (~0,08 €/St.).
- Kostenbeispiele auf Basis des Stückpreises:
- 30 m² (≈460 Laschen) bei ~0,10 €/St. ≈ 46 € Verbrauchskosten.
- 120 m² (≈1.850 Laschen) bei ~0,08 €/St. ≈ 148 € Verbrauchskosten.
- Tipp: Für laufende Projekte und Teams lohnt die 10.000er-Staffel preislich deutlich. Kalkulieren Sie pro m² mit einem Ansatz von ca. 1,10–1,60 € für Laschen (je nach Packungsstaffel und Verbrauch).
Typische Fehlerquellen vermeiden:
- Kantenüberhöhungen (Lippage): Ursache sind häufig unzureichend vorbereitete Untergründe, ungleichmäßige Kleberbetten oder zu große Abstände zwischen den Laschen. Abhilfe: Ebenheit sichern, Buttering-Floating, Laschenabstand 30–40 cm einhalten, nachspannen.
- Hohllagen: Entstehen durch zu geringe Klebermenge, fehlendes Einschieben, unpassende Zahnung. Abhilfe: Zahnung dem Format anpassen, Fliese einschieben/rütteln, vollsatte Bettung regelmäßig stichprobenartig prüfen.
- Fugenbild driftet: Unterschiedliche Laschenstärken oder fehlende Kontrolle im Verlauf. Abhilfe: Einheitliche Laschen wählen, Fugenmaß laufend mit Messkeilen/Lehren prüfen.
- Bruch an der Fliesenkante: Lasche zu nah an der Ecke oder zu starkes punktuelles Anziehen. Abhilfe: 5–10 cm Abstand halten, Kappen kontrolliert und gleichmäßig anziehen.
Werkzeuge, Staubmanagement und BG-Bau-Hinweise
Werkzeugempfehlungen aus der Praxis:
- High-Line-Fliesenschneider: Präzise, wiederholgenau, ideal für lange, gerade Schnitte an Großformaten.
- Steintrennmaschinen Super Cut (Made in Germany), D14 oder D20: Für harte Materialien, auf Gehrung, hohe Schnittqualität – mit passender Diamantscheibe. Bei Maschinen/Discs auf Badges wie „Nur nass verwenden“ bzw. „Ohne Wasser verwenden!“ achten.
- MATRIXTEC-Diamantbohrkronen: Saubere Bohrungen für Armaturen/Abläufe; in passenden Durchmessern und Ausführungen erhältlich.
- Staubarmes Arbeiten: In Kombination mit dem iQ426HEPA Sauger reduzieren Sie Feinstaub beim Trockenschnitt/Schleifen deutlich. Für mineralischen Staub Absaugung und Filterklasse gemäß Einsatz beachten.
BG-Bau-relevante Hinweise:
- Staub: Quarzfeinstaub minimieren – Absaugung nutzen, wo möglich nass arbeiten, FFP2/FFP3-Atemschutz bereit halten. BG-Bau-Fördermöglichkeiten und technische Regeln (z. B. Staubminimierung, Lärm, Ergonomie) berücksichtigen.
- Arbeitsschutz: Handschuhe, Schutzbrille, Gehörschutz, Sicherheitsschuhe. Lasten ergonomisch bewegen (Tragehilfen, Saugheber), insbesondere bei Großformaten. Kennzeichnungen und Produkt-Hinweise beachten.
- Dokumentation: Untergrundprüfung, Ebenheit, Klimabedingungen und Bewegungsfugen fachgerecht protokollieren.
Kompakte Checkliste und Servicefacts von KARL DAHM
Checkliste Verlegen 120×60 und größer:
- Untergrund: Eben, sauber, tragfähig; Grundierung systemkonform.
- Planung: Fugenraster, Bewegungsfugen, Verlegeplan, Schnittbereiche.
- Kleber: Geeignet für Großformate; Buttering-Floating; passende Zahnung.
- Levelmac: Laschenstärke nach gewünschter Fuge wählen; Abstände 30–40 cm; Kappen handfest anziehen und nachspannen; Kappen wiederverwenden.
- Werkzeuge: High-Line-Fliesenschneider; Super Cut/D14/D20 für Nass/Trockenschnitt; MATRIXTEC-Bohrkronen; iQ426HEPA für staubarmes Arbeiten.
- Qualitätssicherung: Ebenheit, Fugenmaß, Bettung regelmäßig prüfen; Randbereiche gesondert kontrollieren.
- Abschluss: Kappen abdrehen, Laschen an Sollbruchstelle brechen, reinigen, verfugen, Bewegungsfugen elastisch.
Produktvideos und Wissen:
- Viele Produkte sind mit „Produktvideo verfügbar“ gekennzeichnet – ideal zur schnellen Einweisung und für Ihr Teambriefing auf der Baustelle.
- Vertiefung gewünscht? Die „Akademie des Handwerks“ von KARL DAHM bietet praxisnahe Seminare rund um Verlegetechnik, Maschineneinsatz und Arbeitsschutz.
Servicefacts für Profis:
- Versand und Verfügbarkeit: Lieferung i. d. R. in 2–3 Werktagen mit Sendungsverfolgung, weltweiter Versand, keine Mindestbestellmenge, niedrige Frachtkosten. Änderungen/Stornierungen vor Versand möglich.
- Bestellung: Online-Shop, Telefon, Fax, E‑Mail, Post oder WhatsApp – auf Wunsch Abholung vor Ort (Ludwigstraße 5, 83358 Seebruck).
- Zahlung: Kreditkarte, PayPal, Vorkasse oder Rechnung.
- Reklamation/Service: Im Garantiezeitraum Reparatur, Austausch oder Rückerstattung. Ersatzteil- und Reparaturservice für Maschinen; Teile des Programms „Made in Germany“ mit hoher Langlebigkeit und stabilen Preisen.
- Beratung und Konditionen: Persönliche Fachberatung, flexible Konditionen für größere Abnahmen/Händler.
- Qualitätssiegel: Qualitativ geprüftes Sortiment, Eigenentwicklungen (z. B. Super Cut, Superknacker) und Werkzeuge Made in Germany – Käuferschutz-Bewertung 4,79 „Sehr gut“.
- Aktionen: Aktuell gratis Cuttermesser zu jeder Bestellung und ab 250 € netto eine kostenlose KARL-DAHM-Diamantscheibe Ø115 (zeitlich/quantitativ begrenzt, online wie im Ladengeschäft in Seebruck).
Mit dem Levelmac-Nivelliersystem, den passenden Profiwerkzeugen und dem Service von KARL DAHM arbeiten Sie Großformate effizient, sauber und reproduzierbar – vom ersten Schnitt bis zur letzten Fuge. Wenn Sie Unterstützung bei der Projektkalkulation, der Auswahl der Laschen/Kappen oder der Maschinen benötigen, steht Ihnen das Team gerne persönlich zur Seite. Produktvideos und Seminartermine finden Sie direkt auf den Produktseiten bzw. in der Akademie-Übersicht.
