Großformatige Fliesen und Platten beeindrucken durch ruhige Flächen, geringe Fugenanteile und eine hochwertige Anmutung – stellen in der Praxis jedoch höchste Anforderungen an Planheit, Präzision und Ergonomie. Das KARL-DAHM Levelmac Nivelliersystem wurde genau für diese Anforderungen entwickelt. Es hilft Ihnen, Überzähne (Lippage) zuverlässig zu vermeiden, die Verlegegeschwindigkeit zu erhöhen und körperliche Belastungen zu reduzieren.
So ist das System aufgebaut:
- Gewindelaschen: Einweg-Laschen mit Sollbruchstelle, die unter die Plattenkante geschoben werden. Sie bestimmen die Fugenbreite und bilden die Basis für das Nivellieren.
- Kappen: Wiederverwendbare Kappen, die auf die Gewindelaschen aufgesetzt und festgeschraubt werden. Sie übertragen die Anpresskraft gleichmäßig.
- Zangen: Nivellierzangen sorgen für definierte, ergonomische Kraftdosierung und Tempo – ideal bei größeren Flächen oder dicken Materialien.
So arbeiten Sie mit Levelmac – Schritt für Schritt:
- Untergrund prüfen und vorbereiten: Ebenheit nach DIN/ÖNORM/SIA prüfen, Unebenheiten spachteln. Großformate verzeihen keinen unebenen Untergrund.
- Kleber anmischen und aufziehen: Mit passender Zahnung und Rückseiten-Buttering (Buttering-Floating) für maximale Auflage.
- Gewindelaschen setzen: Laschen unter die Plattenkanten in die frische Klebermasse einschieben; Abstände entlang der Kanten gleichmäßig wählen.
- Platte einlegen: Nächste Platte anlegen, Oberfläche mit einem Reibebrett oder Gummihammer sanft einschwingen.
- Kappen aufsetzen und anziehen: Kappe auf die Lasche, mit der Hand oder der Zange anziehen, bis beide Plattenkanten fluchten. Nicht überdrehen.
- Aushärten lassen: Nach dem Abbinden die Laschen in Fugenrichtung an der Sollbruchstelle abschlagen. Kappen sammeln und wiederverwenden.
Ihr Vorteil: Die Kombination aus Gewindelasche und Kappe erzeugt eine stetige, kontrollierte Anpresskraft, die Höhenversätze zuverlässig ausgleicht. Gleichzeitig arbeiten Sie ergonomisch, weil die Zange das Anziehen übernimmt und das ständige Nachdrücken per Hand entfällt.
Auswahl je Material/Stärke und der richtige Verbrauch pro m²
Die richtige Auswahl der Komponenten ist entscheidend – für Präzision, Schonung empfindlicher Oberflächen und einen optimalen Materialeinsatz.
So wählen Sie Gewindelaschen und Kappen:
- Fliesen-/Plattenstärke: Wählen Sie die Laschen passend zur Materialstärke. Zu niedrige Laschen können nicht sicher greifen, zu hohe stören die Auflage.
- Fugenbild: Je nach gewünschter Fugenbreite kommen entsprechende Laschenvarianten zum Einsatz (gerichtete Verbandverlegung vs. Kreuzfuge).
- Materialart: Bei rektifizierten Feinsteinzeugformaten sind enge Fugen und präzise Kanten führend. Bei Naturstein empfehlen sich schonende Anpressung und ggf. Schutzauflagen.
- Oberflächenschutz: Für polierte, strukturierte oder dunkle Oberflächen arbeiten Sie sauber, kleberfrei und nutzen bei Bedarf Schutzpads; ergänzend bewährt: das Tile-Protector-Set für materialschonendes Abklopfen und Entfernen.
- Zange/Anzugsmoment: Mit der Nivellierzange erzielen Sie reproduzierbare Ergebnisse, vermeiden Überzug und sparen Zeit – besonders bei dicken Platten oder unruhigen Untergründen.
Richtwerte für den Verbrauch pro m²:
- Grundregel: Setzen Sie entlang der Kanten etwa alle 20–30 cm eine Lasche und jeweils an den Plattenenden. An Kreuzungen teilen sich mehrere Platten eine Lasche.
- Praxiswerte (Richtwerte, abhängig vom Verlegemuster, Zuschnitten und Randbereichen):
- 60 × 60 cm: ca. 16–22 Laschen/m²
- 60 × 120 cm: ca. 12–16 Laschen/m²
- 80 × 80 cm: ca. 10–14 Laschen/m²
- 100 × 100 cm: ca. 8–12 Laschen/m²
- 120 × 120 cm: ca. 8–12 Laschen/m²
- Tipp: Für Randzonen, Türbereiche und komplexe Zuschnitte kalkulieren Sie 5–10 % Reserve.
Beispielrechnung Verbrauch:
- Objekt mit 30 m², Format 60 × 120 cm, Ansatz 14 Laschen/m²:
- 30 × 14 = 420 Gewindelaschen
- Objekt mit 50 m², Format 120 × 120 cm, Ansatz 10 Laschen/m²:
- 50 × 10 = 500 Gewindelaschen
Wichtig: Gewindelaschen sind Verbrauchsmaterial. Kappen und Zangen verwenden Sie mehrfach – das senkt die Gesamtkosten pro Projekt deutlich.
Praxis-Know-how: Typische Fehler vermeiden, Ergonomie und Staubschutz nach BG-Bau
Je größer das Format, desto konsequenter muss die Ausführung sein. Diese Praxisregeln sichern Tempo und Qualität.
Typische Fehler und wie Sie sie vermeiden:
- Unzureichende Untergrundvorbereitung: Kleinere Unebenheiten summieren sich über große Kantenlängen. Ebenheit messen, markieren, spachteln – erst dann verlegen.
- Fehlende Hohllagenkontrolle: Buttering-Floating ist bei Großformaten Standard. Vollflächige Kleberbenetzung minimiert Bruch- und Klangrisiken.
- Zu große Laschenabstände: Längere Kanten benötigen mehrere Fixpunkte. Halten Sie die 20–30-cm-Regel ein, insbesondere bei 100–120 cm Seitenlänge.
- Überdrehen der Kappen: Lippage wird nicht mit „mehr Druck“ geheilt. Zange nutzen, sanft nivellieren, Klebermasse nicht „herausquetschen“.
- Verschmutzte Fugenbereiche: Kleberreste um Laschen herum sofort entfernen. Verunreinigte Fugen führen zu Haftungsproblemen und Aufwand beim Entfernen der Laschen.
- Zu frühes/spätes Entfernen: Laschen nach Herstellerempfehlung lösen – zu früh: Setzung, zu spät: erschwertes Abschlagen.
- Falsche Laschenhöhe/Fugenwahl: Materialstärke und gewünschte Fuge beachten, damit die Sollbruchstelle zuverlässig unter der Oberfläche bricht.
Ergonomie-Tipps (BG-Bau-orientiert):
- Heben und Tragen: Große Platten zu zweit bewegen, Hebehilfen/Saugheber nutzen. Lastengerechtes Arbeiten beugt Überlastungen vor.
- Arbeitsposition: Arbeitstische/Unterstellböcke auf Arbeitshöhe einrichten, Knie entlasten (Knieschoner). Lastwechsel und Pausen einplanen.
- Werkzeuge mit Ergonomie-Plus: Nivellierzange, leichte Fliesenschneider (z. B. High-Line) und Rollenbretter reduzieren Kraftspitzen.
- Ordnung am Arbeitsplatz: Wege freihalten, Zuschnitt- und Verlegezone klar trennen.
Staubschutz und Emissionen minimieren:
- Nass schneiden und bohren, wo möglich („Nur nass verwenden“ beachten). Bei Trockenanwendungen („Ohne Wasser verwenden!“) stets Absaugung nutzen.
- Staubarme Technik: iQ426HEPA-Sauger an Trenn- und Schleifgeräten einsetzen; HEPA-Filter bindet Feinstaub zuverlässig.
- Persönliche Schutzausrüstung: Atemschutz (FFP2/FFP3 je nach Tätigkeit), Schutzbrille, Gehörschutz. Staubquellen einschätzen und minimieren.
- Reinigung: Trockene Kehren vermeiden; staubarm mit Sauger oder feucht aufnehmen.
Werkzeug-Setup für Großformate: Präzise Schnitte, saubere Bohrungen, staubarmes Arbeiten
Mit dem passenden Setup beschleunigen Sie Ihre Arbeit und halten Qualitätsstandards souverän ein. Bewährte Kombinationen aus dem KARL-DAHM Programm:
- Zuschneiden und Ritzen
- High-Line Fliesenschneider (z. B. 630 mm bzw. 1.280 mm): Präzises Anritzen rektifizierter Formate; leichtgängig und ergonomisch.
- Großformatschneider: Für lange, gerade Schnitte an 120-cm- oder 3-m-Platten – führungsstabil und materialschonend.
- Steintrennmaschinen (z. B. D14, Super Cut, D8/D20): Leistungsreserve für dickes Feinsteinzeug und Naturstein; präzise Gehrungen.
- Bohren und Ausschnitte
- MATRIXTEC-Diamantbohrkronen: Schnelle, ausbruchsarme Bohrungen für Armaturen und Steckdosen; nass oder trocken je Kennzeichnung.
- Fliesensäge/Diamant-Bandsäge: Für komplexe Ausschnitte und präzise Innenradien.
- Staubarmes Arbeiten
- iQ426HEPA: Trockenschnitte und Schleifarbeiten mit hochwirksamer Absaugung; ideal in sensiblen Innenausbauten.
- Kennzeichnungen beachten: „Nur nass verwenden“ vs. „Ohne Wasser verwenden!“ und BG-Bau-Hinweise.
- Mischen und Materiallogistik
- Collomix OneMix 340 Mischstation: Konstante Kleberqualität und Durchsatz; ergonomisches, sauberes Mischen am Einsatzort.
- Rührwerke und passende Rührkörbe: Klumpenfreie, homogene Konsistenzen – Grundlage für vollflächige Benetzung.
- Schutz und Handling
- Tile-Protector-Set: Sichert die Oberfläche beim Abklopfen/Entfernen der Laschen.
- Saugheber, Tragegriffe, Rollbretter: Sicheres Positionieren schwerer Formate.
- Mess- und Lasertechnik: Ebenheit, Flucht und Höhenniveau schnell und reproduzierbar prüfen.
Ein Teil des Programms ist „Made in Germany“ – Präzision, Ergonomie, Langlebigkeit und schneller Ersatzteilservice sind klare Praxisvorteile. Zudem profitieren Sie von kurzen Lieferketten und stabilen Preisen.
Kosten, ROI und nächste Schritte: Pakete, Aktionen, Checkliste, Seminare
Mit Levelmac kalkulieren Sie transparent – die Gewindelaschen sind der einzige wesentliche Verbrauchsfaktor; Kappen und Zangen bleiben im Bestand.
Konkrete Paketpreise für Gewindelaschen:
- 2.500 Stück: 237,88 € (ca. 0,10 €/St.)
- 10.000 Stück: 831,81 € (ca. 0,08 €/St.)
ROI-Beispiele aus der Praxis:
- 50 m², Format 60 × 120 cm, Ansatz 14 Laschen/m²:
- Bedarf: ca. 700 Laschen → Materialkosten: ~70 € (bei 0,10 €/St.)
- Zeitgewinn: selbst konservativ 2–3 Std. schneller durch weniger Nachjustieren und Korrekturen. Bei 60 €/Std. liegen die gesparten Lohnkosten bei 120–180 € – Ihr Netto-Mehrwert nach Laschenkosten bleibt deutlich positiv.
- 80 m², Format 120 × 120 cm, Ansatz 10 Laschen/m²:
- Bedarf: ca. 800 Laschen → 64–80 € (abhängig vom Paketpreis).
- Zusätzlich vermeiden Sie Reklamationsrisiken durch Lippage – oft der größte Kostentreiber.
- Großauftrag, 1.000 m²:
- 10.000er-Paket für 831,81 € deckt z. B. 10 Laschen/m² → 0,80 €/m². Bei Projekten dieser Größenordnung amortisiert sich das System praktisch im Anlauf.
Aktuelle Aktionsvorteile:
- Gratis-Cuttermesser zu jeder Bestellung.
- Ab 250 € netto: eine kostenlose KARL-DAHM-Diamantscheibe (Ø 115). Aktionen sind zeitlich/quantitativ begrenzt, online wie im Ladengeschäft in Seebruck verfügbar.
Service und Beschaffung:
- Bestellung, wie es für Ihren Betrieb passt: Onlineshop, Telefon, Fax, E‑Mail, Post, WhatsApp oder Abholung vor Ort.
- Lieferzeit in der Regel 2–3 Werktage mit Sendungsverfolgung; Änderungen/Stornierungen sind vor Versand möglich.
- Zahlung flexibel: Kreditkarte, PayPal, Vorkasse oder Rechnung. Reklamationen im Garantiezeitraum werden durch Reparatur, Austausch oder Rückerstattung gelöst.
- Persönliche Beratung sowie flexible Konditionen für größere Abnahmen/Händler auf Anfrage. Käuferschutz-Bewertung: 4,79 „Sehr gut“.
Checkliste (Download):
Nutzen Sie diese kompakte Checkliste für Ihre nächste Großformat-Verlegung. Eine druckfreundliche Version steht zum Download bereit.
- Vor dem Start
- Ebenheit messen und dokumentieren; Ausgleichsarbeiten planen.
- Verlegekonzept (Fugenbild, Schnittführung, Dehnfugen) festlegen.
- Laschen- und Kappentypen, Zange, Reserve kalkulieren.
- Werkzeug-Setup prüfen: Schneider/Trenner, Bohrkronen, Absaugung, PSA.
- Materiallogistik klären: Anlieferung, Lagerung, Zuschnittzone.
- Verlegung
- Kleber nach Herstellervorgabe anmischen; Umgebungstemperatur/Offenzeit prüfen.
- Buttering-Floating sicherstellen; Hohllagen vermeiden.
- Laschenabstand 20–30 cm einhalten; Kappen mit Zange gleichmäßig anziehen.
- Fugenbereiche sauber halten; Kleberreste sofort entfernen.
- Planheit fortlaufend mit Richtlatte/Laser kontrollieren.
- Nacharbeit
- Laschen nach Erhärtung in Fugenrichtung brechen; Kappen einsammeln.
- Oberfläche reinigen; Fugenfreigabe und Fugmaterial abstimmen.
- Dokumentation (Fotos, Messprotokolle) für Qualitätssicherung/Reklamationsschutz.
Weiterbildung: „Akademie des Handwerks“
- Vertiefen Sie Ihr Know-how in Seminaren zu Großformat-Verlegung, Nivelliertechnik, staubarmem Arbeiten und Schnitt-/Bohrtechnik.
- Profitieren Sie von Praxisvorführungen, Tipps der Anwendungstechnik und dem Austausch mit Profis, 1‑Mann‑Betrieben und ambitionierten Heimwerkern.
Fazit: Mit dem KARL-DAHM Levelmac Nivelliersystem, einem abgestimmten Werkzeug-Setup und BG-Bau-orientierten Arbeitsweisen erzielen Sie bei Großformaten schnell, präzise und ergonomisch planebene Ergebnisse. Die Kosten sind klar kalkulierbar, die Zeit- und Qualitätsvorteile messbar – vom ersten Projekt an.
